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"Wir fürchten uns nicht vor einer weiteren Liberalisierung des Handels. Wir haben vielmehr ein starkes Interesse daran, sofern sie zu fairen Bedingungen erfolgt", sagte der Parlamentarische Staatssekretär beim Bundeslandwirtschaftsminister, Dr. Gerald Thalheim, anlässlich der deutsch-französischen SFER-Gewisola am Donnerstag in Straßburg. "Wir sind bereit, über eine weitere Verringerung der EU-Ausfuhrerstattungen zu reden, sofern auch Instrumente wie öffentliche Ausfuhrkredite, Nahrungsmittelhilfe und der Handel über Staatshandelsunternehmen auf den Verhandlungstisch kommen, so Thalheim.
Die europäische Agrar- und Ernährungsindustrie nehme bereits heute schon bei vielen Produkten im Welthandel eine führende Rolle ein. Sie wolle an der wachsenden weltweiten Nachfrage nach Nahrungsgütern partizipieren. Experten prognostizierten ein Wachstum der Weltagrarmärkte. Es werde beispielsweise erwartet, dass der weltweite Handel mit Fleisch in den nächsten Jahren um rund ein Drittel ansteigt. "Die europäische Landwirtschaft muss von diesen Chancen profitieren können", sagte der Staatssekretär. Deshalb sei der mit der Agenda 2000 fortgesetzte Weg der Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit landwirtschaftlicher Erzeugnisse der EU auf dem Weltmarkt wichtig und richtig. (ED)
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