Unwetter

Starkregen verdirbt die Ernte

In Mecklenburg-Vorpommern besteht, ebenso wie in Thüringen, seitens des Deutschen Wetterdienstes (DWD) die Warung vor extremen Unwetter. Auch in vielen Teilen Niedersachsen heißt es derzeit "Land unter".

Backhaus sorgt sich um die Ernte

Derweil macht sich auch die Politik Sorgen um die Auswirkungen der starken Niederschläge. So etwa Mecklenburgs Landwirtschaftsminister Till Backhaus. „Besonders stark waren die Niederschläge in den südlichen Teilen der Landkreise Vorpommern Greifswald und Ludwigslust-Parchim. Dort sind lokal bis zu 100 l/qm Niederschlag registriert worden. Das ist mehr als normalerweise im gesamten Monat“, sagte der Minister heute in Schwerin mit Blick auf die Starkregenereignisse.

Dunkele Regenwolken ziehen derzeit übers Land und bringen mächtig Regen.
-- , Fotos: Rolf Englisch/ pixelio.de
Dunkele Regenwolken ziehen derzeit übers Land und bringen mächtig Regen.
„Besonderes Kopfzerbrechen bereitet mir bei diesem Wetter die Ernte. Wenn wir nicht endlich beständiges Sonnenwetter bekommen, dann steuern wir hier auf eine mittelschwere Katastrophe zu“, kommentierte Backhaus weiter. Zwar sei die Sicherheit der Bevölkerung in dem nördöstlichen Bundesland aktuell nirgendwo in Gefahr, so Backhaus weiter. Es gebe aber lokale Probleme, wie überschwemmte Ackerflächen, vollgelaufene Keller und unpassierbare Wege. „Im Vergleich zu unserem Nachbarland Niedersachsen, das es deutlich schlimmer getroffen hat, haben wir Glück im Unglück“, so der Minister.

DWD forscht zum Klimawandel

Passend zur Wetterlage wurde bekannt, dass der DWD künftig mit ausdrücklichem gesetzlichen Auftrag den Klimawandel und seine Folgen erforschen wird. Das hatte der Deutsche Bundestag Ende Juni 2017 beschlossen. Das Gesetz trat gestern offiziell in Kraft. „Die Gesellschaft und Wirtschaft in Deutschland werden immer stärker vom Wetter und den Folgen des Klimawandels beeinflusst. Damit wächst die Bedeutung des nationalen Wetterdienstes für eine erfolgreiche Zukunft unseres Landes“, erklärt Prof. Dr. Gerhard Adrian, Präsident des DWD, zum neuen DWD-Gesetz.

Das widrige Wetter soll noch bis zum Wochenende anhalten. Sonnenschein ist erst am Sonntag wieder auf der Wetterkarte zu sehen. (mrs)
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