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Brüssel/Mö, 10. September - Wissenschaftler der EU-Kommission schließen nicht aus, daß BSE auch durch Rindertalg, Samen, Embrios und Gelatine übertragen werden kann. In ihrer Sitzung zu Beginn der Woche in Brüssel empfahlen sie, Rindertalg auf 133 Grad unter Druck zu erhitzen, da es bisher kaum Rohstoffe aus gesicherten, BSE-freien Herkünften gebe. Die Wissenschaftler wollen erst am 16. Oktober 1997 darüber sprechen, ob den USA, Australien und Norwegen der Status der BSE-Freiheit garantiert werden kann. Kommissionsintern werden dem kaum größere Chancen eingeräumt. Ohne den Status der BSE-Freiheit müßten unter anderm die USA ihre Talgexporte in die EU ab dem 1. Januar 1998 dem Verfahren der Drucksterilisation unterziehen. Da die Amerikaner dies nicht einsehen, drohen weitere Handelsstreitigkeiten vor der WTO. Auch ein Exportverbot für Rindersamen aus Großbritannien steht erneut zur Verhandlung an.
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