Steigende Weizenpreise am Weltmarkt möglich

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Die Weltmarktpreise für Weizen dürften in den kommenden Jahren leicht ansteigen. Allerdings fußt diese Einschätzung für die europäischen Exporteure auf zwei verschiedenen Annahmen: Zum einen dürfte sich an dem heutigen Verhältnis von Euro zum US-Dollar nicht viel ändern. Zudem müssten die Entwicklungsländer mehr Weizen benötigen und diesen auf dem Weltmarkt kaufen. Dies erklärte David Roberts von der EU-Kommission auf der IGC Grains Conference 2001 am Donnerstag in London.

Der starke US-Dollar sei allerdings nicht mehr so ohne weiteres auf eine florierende Konjunktur in den USA zurückzuführen, problematisierte Roberts. Halte die wirtschaftliche Abkühlung in den USA an, sei eine Abwertung der US-Währung durchaus möglich. Die zweite Voraussetzung für eine weltweite Erholung der Weizenpreise stehe ebenfalls auf sehr "wackeligen Beinen". Die Entwicklungsländer hätten die Tendenz, einen Mehrbedarf an Getreide lieber selbst erzeugen zu wollen als sich auf dem Weltmarkt einzudecken. Mehr zu diesem Thema lesen Sie in der heutigen Ausgabe der Agrarzeitung Ernährungsdienst. (Mö)
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