Stickstoffdünger bleiben eher knapp


Wenig Entspannung sieht Dr. Olaf Günther-Borstel von der Yara GmbH für die Düngemittelpreise. Er zweifelt an einem hohen Kapazitätsausbau bis 2015.

Mit einem höheren weltweiten Verbrauch von Stickstoffdüngern als im Trend der Jahre 2001 bis 2011 rechnet künftig der Verkaufsleiter für das Yara-Gebiet Nord. Im zurückliegenden Zehnjahreszeitraum hat das Verbrauchswachstum 2,1 Prozent betragen. "Mittelfristig wächst der Verbrauch stärker als der momentane Trend", sagte Günther-Borstel auf dem Seminar "Agrarmarkt 2013" der agrarzeitung am Freitag in Hamburg. Bei Ammoniak geht er ebenfalls davon aus, dass das momentane Niveau von 600 US-$/t nicht unterschritten werden wird.

Die Prognosen des internationalen Düngemittelverbandes International Fertilizer Association IFA für eine deutliche Kapazitätsausweitung durch Fabrikneubauten bis 2015 zieht Günther-Borstel in Zweifel: In Europa bremsen hohe Gaspreise Investitionen. Durch Neubauten in China, Ägypten, Qatar, Algerien oder Saudi-Arabien sieht er eine jährliche Bruttozunahme der Kapazitäten von rund 2 Prozent. Der Yara-Manager rechnet durch solche Kapazitätsausweitungen nicht mit einem Überangebot an Düngemitteln. (pio)
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