Stillstand in Mercosur-Verhandlungen


Die Verhandlungen mit südamerikanischen Ländern um ein Freihandelsabkommen stecken fest. Auf einem Gipfeltreffen soll die Lage besprochen werden. Für den 26. Januar ist ein Treffen der EU mit den lateinamerikanischen und karibischen Staaten in Chile anberaumt. Die Mercosur-Verhandlungen sind dort eins von verschiedenen Themen.  EU-Handelskommissar Karel de Gucht gab am Donnerstag in Straßburg vor dem Europäischen Parlament zu, die Verhandlungen träten seit 2010 auf der Stelle. Die Mercosur-Länder hätten es nicht geschafft, ein Angebot für den Abbau von Einfuhrzöllen der EU vorzulegen.
 
De Gucht führt dies auf Unstimmigkeiten innerhalb der Mercosur-Länder zurück. Außerdem beobachtet er in einigen Ländern zunehmend protektionistische Tendenzen. Der Mercosur ist ein Zusammenschluss von Argentinien, Brasilien, Uruguay, Venezuela und demnächst Bolivien. Der Verbund ist die fünftgrößte Wirtschaftsmacht der Welt. Das Europäische Parlament fordert mehr Engagement von den Beteiligten. (Mö)    
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