Beeindruckend und überwältigend – so beschreibt Christoph Kempkes seine Eindrücke von der Agritechnica 2015. Das Mitglied des Vorstandes der Agravis Raiffeisen AG zog ein durchweg positives Fazit der weltgrößten Messe für Landtechnik in Hannover, die am Samstag zu Ende geht. „Die Agritechnica ist und bleibt ein eindrucksvoller Beleg für die Innovationskraft der Landtechnik-Branche“, sagt Kempkes. Er sei beeindruckt vom vielfältigen und zukunftsgerichteten Produktportfolio der Hersteller, „das wesentlich getrieben wird durch viel Herzblut, Kompetenz, Affinität und Innovationskraft des deutschen Mittelstandes“. Obwohl das Investitionsvolumen in der Landtechnik perspektivisch unter dem der Vorjahre liege, sei die Stimmungslage besser als erwartet. „Das ist jedenfalls unsere Wahrnehmung.“

„Als Agravis haben wir die drei großen Marken Agco/Fendt, Claas und New Holland unter einem Dach mit jeweils klar getrennten, exklusiven Vertriebsstrukturen.“ Auch im Hinblick auf eine angestrebte Optimierung des Beiprogramms für sämtliche landwirtschaftliche Anwendungen konstatiert Kempkes gute Fortschritte; die zunehmende Technisierung erfordere hier eine Fokussierung. „Wenn wir unsere Hausaufgaben machen, Erreichtes stabilisieren, uns stetig weiter entwickeln und dabei nahe am Kunden bleiben, sehe ich uns auf dem absolut richtigen Weg, um weiterhin profitabel zu wachsen.“

Durch das lebhafte Neumaschinengeschäft der vergangenen Jahre gibt es einen höheren Bestand an Gebrauchtmaschinen. Um den Absatz dieser Geräte zu forcieren, fährt die Agravis Technik-Gruppe mehrgleisig und nimmt in immer stärkerem Maße den internationalen Markt ins Visier. Das geschieht zum einen mit der Online-Plattform www.atc-trader.com, zum anderen mit der Online-Auktion ab-auction.com. Publikum aus dem In- und Ausland zieht darüber hinaus Europas größte Landtechnik-Auktion in Meppen an. Sie wird von der Agravis Technik gemeinsam mit dem Partner Ritchie Bros. Auctioneers zweimal jährlich durchgeführt. Die nächste Versteigerung ist am 18. und 19. November.

Die Agravis-Gruppe nutzte ihren Auftritt in Hannover außerdem, um sich auf dem Hauptstand und der neuen Plattform „Campus & Career“ als Arbeitgeber zu präsentieren. „Auf der Agritechnica sind alle Zielgruppen vertreten. Daher kommen wir sowohl mit Schülern, Studenten, Absolventen als auch mit erfahrenen Fachkräften ins Gespräch und können sie über unsere Einstiegsmöglichkeiten informieren.“ Studierende der Agrarwissenschaften hätten sich insbesondere für die Bereiche Pflanzenbau, Futtermittel sowie Landtechnik-Vertrieb interessiert. Auch die Ausbildungsmöglichkeiten, Trainee- und Praktikumsprogramme sowie Vakanzen für Fach- und Führungskräfte seien nachgefragt worden. (az)
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