Mit weiter hohen Investitionen sichern und schaffen die deutschen Landwirte derzeit Arbeitsplätze in der Landwirtschaft sowie in den vor- und nachgelagerten Wirtschaftsbereichen im ländlichen Raum, erklärte Joachim Rukwied ,Präsident des DBV bei der Präsentation der Ergebnisse des Konjunkturbarometers Agrar zum Jahreswechsel. Rund 2.100 Landwirte und Lohnunternehmen werden regelmäßig von dem Marktforschungsinstitut Produkt + Markt zur Stimmungslage und zur Investitionsbereitschaft befragt.

40 Prozent der Landwirte wollen demnach im kommenden halben Jahr investieren. Das sind im Jahresvergleich 2 Prozentpunkte mehr. Das für das nächste halbe Jahr geplante Investitionsvolumen liegt allerdings wegen geringeren Durchschnittsausgaben mit 6,3 Mrd. € um 0,4 Mrd. € niedriger als vor einem Jahr.

Dominierend sind vor allem geplante Investitionen in Ställe und Stalltechnik mit 3,6 Mrd. €. Diese fallen 0,3 Mrd. € niedriger aus als im Vorjahr. Die Maschineninvestitionen liegen mit gut 1,3 Mrd. € etwas höher als im Vorjahr. Weiter rückläufig sind die Investitionen in erneuerbare Energien (Biogas, Fotovoltaik, Windkraft). Mit 1,1 Mrd. € fallen die hier für das kommende halbe Jahr geplanten Investitionen um 0,2 Mrd. € niedriger aus als vor einem Jahr.

Aktuell schätzen die Bauern ihre momentane wirtschaftliche Lage im Vergleich zur Septembererhebung etwas besser ein. Dabei gibt es kaum Unterschiede zwischen den Produktionsschwerpunkten Ackerbau, tierische Veredlung und Milchviehhaltung. Die Einschätzung über die zukünftige wirtschaftliche Entwicklung ist von verhaltener Zuversicht geprägt. Bei Futterbaubetrieben und Veredlungsbetriebe fallen die Erwartungen etwas schlechter aus.

Von den Pacht- und Energiepreisen geht aus Sicht der befragten Betriebsleiter weiterhin der größte Kostendruck aus. Bei Treibstoffen, Futter- und Düngemitteln hat der Kostendruck zwar etwas nachgelassen, deren Einfluss auf die wirtschaftliche Entwicklung wird aber weiter negativ beurteilt. (hed)
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