Die Zukunftserwartungen der Bauern haben sich verschlechtert. Die Befragten geben den wirtschaftlichen Aussichten die Note 3,18 (Skala von 1 bis 5). Im März lag die Einschätzung noch bei 3,09.

Hintergrund für die pessimistischere Einschätzung ist die Preisentwicklung bei Milch, Getreide und Rindern. In allen Betriebsformen wird die künftige wirtschaftliche Entwicklung gegenüber der Frühjahrserhebung deutlich schlechter eingestuft. Insbesondere die Futterbaubetriebe nehmen eine stärkere Unsicherheit wahr.

Positiv auf die wirtschaftliche Stimmungslage der Landwirte wirken sich die Entwicklungen auf den Schweinemärkten, geringere Betriebsmittelkosten bei Futtermitteln und Energie und vor allem auch die guten Ernteerwartungen aus.

Den mit Abstand größten negativen Einfluss auf die Stimmung der Landwirte haben unverändert die Pachtpreise, besonders im Norden Deutschlands. Obwohl die Energiepreise etwas rückläufig sind, wird ihnen ein hoher Kostendruck zugeschrieben, der noch deutlich gravierender eingeschätzt wird als der Kostendruck aus dem Einkauf von Dünge- und Futtermitteln. (az)
stats