Tierschutz

Straathof darf wieder Schweine halten


Die Landkreisbehörden hatten 2014 ein bundesweites Tierhaltungsverbot gegen Adrianus Straathof ausgesprochen. Gegen das Verbot hatte Straathof vor dem Oberverwaltungsgericht Magdeburg (OVG) geklagt. In diesem Verfahren ist noch kein Urteil gesprochen. Das OVG verwies darauf, dass nicht sicher sei, ob sich das Verbot als rechtmäßig erweise. Für wie wahrscheinlich es eine Bestätigung oder Aufhebung des Verbotes hält, erklärte das OVG nicht. Es stellte aber klar, dass ein sofort zu vollziehendes Berufsverbot nur unter strengen Voraussetzungen möglich wäre, die nach Ansicht des OVG nicht vorlägen. Straathof hatte nach dem Tierhaltungsverbot seine Funktion als Geschäftsführer von Schweinehaltungsbetrieben aufgegeben und dort Bevollmächtigte für Fragen der Tierhaltung eingesetzt. Der Niederländer betreibt bundesweit Schweinehaltungen mit insgesamt 350.000 Tieren. In anderen Ländern wie Bayern oder Mecklenburg-Vorpommern seien in den Betrieben keine solch schwerwiegenden Verstöße festgestellt worden, die eine derart gravierende Maßnahme rechtfertigten, begründete das OVG seine Entscheidung. (SB)
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