Internationale Wissenschaftler besuchen das Versuchsfeld mit konventionellen Kartoffeln, die mit Phytophthora infiziert sind.
-- , Foto: Universität Wageningen
Internationale Wissenschaftler besuchen das Versuchsfeld mit konventionellen Kartoffeln, die mit Phytophthora infiziert sind.

Die Forscher der niederländischen Universität Wageningen haben eine Reihe von Genen in Wildkartoffeln ausfindig gemacht, die für Resistenzen gegen den Pilz sorgen, der die Kraut- und Knollenfäule verursacht. Eine kluge Kombination dieser unterschiedlichen Resistenzgene könnte langfristig eine gute Abwehrstrategie gegen den aggressiven Pilz bieten, erklärt Pflanzenwissenschaftler Prof. Anton Haverkort.

Das internationale Interesse an den Forschungsergebnissen ist groß, weil der Pflanzenschutz gegen die Kartoffelfäule sehr aufwendig ist. Darum hat Haverkort heute seine Forschungsergebnisse und die Versuchsfelder Wissenschaftlern vorgestellt.

Die Spezies der Sorte Desiree, die Haverkort und seine Kollegen in Wageningen entwickelt haben, sind die Ergebnisse von Gentransfers mithilfe des Agrobakteriums. Weil die übertragenen Gene aber alle aus Kartoffeln stammen, handelt es sich um Cis-Genetik. Diese Technik hat nach Ansicht des Wissenschaftlers innerhalb der EU durchaus Chancen auf ein einfacheres Zulassungsverfahren als gentechnische Veränderungen, die fremdartige Gene verwenden. (brs)
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