Sojaverarbeitung

Straubing liefert GVO-frei


Archer Daniels Midland (ADM) berichtet, dass in Straubing der Betrieb der Verarbeitungsanlage für Sojabohnen erfolgreich angelaufen ist. „Wir sind sowohl mit dem Produktdurchsatz als auch mit der Qualität der Anlage zufrieden“, freut sich Rene van der Poel, General Manager von ADM Straubing. Die Spezialität: An dem Donau-Standort konzentriert sich das Unternehmen auf Rohstoffe, die frei von gentechnisch veränderten Organismen (GVO) sind. Damit will ADM den steigenden Bedarf an GVO-freiem Sojaschrot vor allem in Deutschland, Österreich und der Schweiz bedienen. Bislang konnte die Anlage in Straubing nur Raps verarbeiten.

Standorte in Europa
Größter europäischer Ölmühlenstandort von ADM ist Deutschland. Hier befinden sich Kapazitäten in Hamburg, Spyck, Mainz und Straubing. Eine große Sojaverarbeitung befindet sich außerdem in Rotterdam. In der Ukraine betreibt ADM eine große Verarbeitung von Sonnenblumen. (db)
Das Unternehmen plant jetzt einen weiteren Ausbau in anderen Werken in Nordwesteuropa. „Wir untersuchen gerade sehr genau, an welchen Standorten in Europa wir unsere Kapazitäten am besten ausbauen können“, kündigte Jon Turney an. Der Manager, der die europäische Sojaverarbeitung leitet, hält ADM für innerhalb der Branche optimal positioniert, um die Verarbeitungskapazitäten organisch zu erweitern. Hinsichtlich der Produktionskosten wolle ADM hier mit den Anlagen in den großen Sojaanbauländern konkurrieren.

Das Werk in Straubing will Sojabohnen aus der Donauregion verarbeiten und europäisches GVO-freies Sojaschrot und -öl an Kunden in Westeuropa anbieten. (db)
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