Streiks in bayerischen Molkereien weiten sich aus

In der bayerischen Milchwirtschaft werden die Warnstreiks ausgeweitet. Die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) hatte für Donnerstag dieser Woche die Beschäftigten in drei Betrieben in Cham, Würzburg und Wasserburg zum Arbeitskampf aufgerufen. Mehrere hundert Beschäftigte legten darauf hin die Arbeit für einige Stunden nieder. Zuvor wurden bereits Mokereien in Bissendorf, Kempten, Bad Wörishofen, Neuburg an der Donau, Ebermannstadt, Andechs und Schwarzenfeld bestreikt. "Unsere Warnstreikwelle gewinnt immer mehr an Schwung. War es anfangs nur ein Betrieb pro Tag, so sind es jetzt drei Betriebe", so der bayerische NGG- Vorsitzende, Hans Hartl. Die nächsten Gespräche im Tarifkonflikt sind für den 20. Oktober vorgesehen. Die NGG fordert für die Molkereimitarbeiter fünf Prozent mehr Lohn und Gehalt, die Übernahme der Auszubildenden, einen Tarifvertrag zur Altersteilzeit und Regelungen zur Leiharbeit. (HH)
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