Die Förderung für den Ökolandbau kommt im Zuge der Spardebatten in den Landesregierungen auf den Prüfstand. Die FDP verteidigt Kürzungen in Schleswig-Holstein. Die FDP-Bundestagsabgeordnete Christel Happach-Kasan hat die Kürzung der Landesmittel für den Bioanbau in Schleswig-Holstein als "vertretbar und gerechtfertigt" bezeichnet. Bei der Konsolidierung der Landesfinanzen dürfe der Bioanbau "kein geschütztes Biotop sein", sagte Happach-Kasan. Die Landesregierung in Kiel will in ihrem Sparpaket für die kommenden zwei Jahre die Förderung für den Ökolandbau, die Beibehaltungsprämie in Höhe von 137 €/ha, streichen. „CDU und FDP entziehen damit vielen Biobetrieben die existenzielle Grundlage und machen den Ökolandbau in unserem Land kaputt", beschwerte sich die Kieler Landtagsabgeordnete Marlies Fritzen von Bündnis 90/Die Grünen in der vergangenen Woche bei einem Besuch eines Biolandhofs. Die Sparmaßnahme sei alles andere als nachhaltig, so Fritzen. „Ein Bewirtschaftungskonzept, das dauerhaft am Tropf des Steuerzahlers hängt und seine Kosten durch Verkaufspreise nicht decken kann, ist nicht nachhaltig", kontert dazu die FDP-Politikerin Happach-Kasan.

Schleswig-Holstein hat derzeit rund 25 Mrd. € Schulden. Die Landesregierung aus CDU und FDP hat ein Sparpaket geschnürt, mit dem sie diese bis 2020 um jährlich 125 Mio. € abbauen will. Im Agrarhaushalt sollen in Schleswig-Holstein 2011 und 2012 rund 10 Mio. € gespart werden. (sta)
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