Streit um Pflanzenschutzmittelrückstände im Wein

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Die bisher für Obst und Gemüse üblichen Auseinandersetzungen um Pflanzenschutzmittelrückstände haben nun auch den Wein erreicht. Das Pestizid Aktions-Netzwerk e.V. (PAN Germany) hat in dieser Woche im Europäischen Parlament in Brüssel vor gesundheitsschädlichen Resten von gleich mehreren unterschiedlichen Wirkstoffen in konventionell erzeugtem Wein gewarnt. Die Grüne Abgeordnete Hiltrud Breyer forderte ein Verbot von Pflanzenschutzmitteln, die das Hormonsystem oder das Nervensystem beeinflussen. Friedhelm Schmider, vom europäischen Verband der Pflanzenschutzmittelhersteller kontert, die Funde lägen fast alle unter den zugelassenen Grenzwerten. Selbst die 0,3 Prozent Überschreitungen erreiten bei weitem keine Konzentrationen mit gesundheitlichen Risiken. Schmider bemängelt, dass Bioweine nicht auf Rückstände von Kupfer oder Schwefel untersucht wurden. (Mö)
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