Die stabile Hochdruckwetterlage hat auch eine zügige Strohernte ermöglicht. Nach Umfragen des Landvolk-Pressedienstes kann es regional zu Engpässe kommen.

Im vergangenen Jahr war das Nebenprodukt vom Acker infolge geringer Getreideanbauflächen und durch den nassen Sommer knapp und damit auch teuer geworden. Die Situation hat sich jedoch entschärft. Sorge bereiten den Landwirten in einigen Regionen die Brände der auf dem Feld gelagerten Ballen.

Die Einstreu für die Tiere steht laut dem Landvolk-Pressedienst in größerem Umfang als im Vorjahr zur Verfügung. Der Markt dürfte sich damit entspannen. Für Entlastung sorgt eine gute Grundfutterernte mit Heu und Grassilage. Dieses für die Rindviehhalter wichtige Futter konnte in diesem Sommer in ausreichender Menge und mit guten Qualitäten geerntet werden.

Im vergangenen Jahr hatten die Rinderhalter dagegen Futterlücken mit Stroh schließen müssen. Nach Einschätzung von Marktexperten wird sich der Strohpreis nicht erneut auf dem niedrigen Niveau früherer Jahre einpendeln, er wird aber vermutlich auch nicht das Ausreißerjahr 2011 einholen.

Das Strohaufkommen insgesamt hat sich mit der etwas reduzierten Anbaufläche für Getreide sowie dem Trend zu Sorten mit kürzeren Halmen verringert. Zudem belassen immer mehr Ackerbauern das Stroh auf dem Feld, um den Humusgehalt des Bodens zu steigern. Dies belegt auch die az-Umfrage von agrarzeitung.de in dieser Woche.

Regional kann es damit weiterhin Engpässe im Angebot für Stroh geben, potenzielle Käufer sollten sich daher rechtzeitig ihren Bedarf sichern. (az)
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