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In Deutschland gab es im Jahr 2000 rund 458.000 landwirtschaftliche Betriebe. Das waren knapp 3 Prozent weniger als im Vorjahr und 30 Prozent weniger als 1991. Dies sagte der Präsident des Statistischen Bundesamtes, Johann Hahlen, heute in einem Pressegespräch auf der Grünen Woche 2001 in Berlin. Die deutsche Landwirtschaft befinde sich in einem vielschichtigen Strukturwandel. Die durchschnittliche Betriebsgröße lag in 2000 bei 37,2 ha (1991: 26,1 ha), insgesamt wurden 17,1 Mio. ha bewirtschaftet. 59 Prozent der landwirtschaftlichen Nutzfläche waren Ackerland und gut 29 Prozent Dauergrünland. Der größte Teil des Ackerlandes (59 Prozent) wurde für den Getreideanbau genutzt, auf 14 Prozent wurden Futterpflanzen angebaut. Handelsgewächse, hauptsächlich Ölfrüchte wie Raps und Sonnenblumen, erreichten einen Anteil von rund 11 Prozent der Ackerfläche (1991: 9 Prozent). 7 Prozent des Ackerlandes waren in Deutschland Brache. Bei vollständiger Nutzung der Brache würden rund 800.000 ha zusätzlich, beispielsweise für den Anbau von Futterpflanzen, zur Verfügung stehen, meinte Hahlen. (GH)
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