Strukturwandel setzt sich in Bayern fort

Die landwirtschaftlichen Betriebe in Bayern bewirtschaften mehr Fläche. Ihre Zahl nimmt nach der aktuellen Landwirtschaftszählung ab. Wie das Landesamt für Statistik in München mitteilt, beträgt die durchschnittliche landwirtschaftliche Fläche der Betriebe 32 ha. Im Jahr 1999 waren es erst 21 ha. Inzwischen liegen die Pachtquoten im Freistaat bei 54 Prozent. Der Pachtpreis beträgt im Schnitt 257 €/ha. Im Jahre 1999 waren es umgerechnet 227 €/ha. Für einen Hektar Ackerland muss der Landwirt derzeit mit 294 € im Durchschnitt rund 120 € mehr als für einen Hektar Dauergrünland zahlen. Insgesamt gab es 2010 bayernweit 98.100 landwirtschaftliche Betriebe. Im Vergleich zur vorangegangenen Landwirtschaftszählung im Jahre 1999 sind dies 26 Prozent weniger.
 
Die bayerische Landwirtschaft ist durch eine Vielzahl von Familienbetrieben, die als Einzelunternehmen geführt werden, geprägt. Mehr als die Hälfte, nämlich 52 Prozent, werden als Haupterwerbsbetriebe bewirtschaftet. Die durchschnittlich von einem Haupterwerbsbetrieb bewirtschaftete Fläche beträgt 42 ha; die eines Nebenerwerbsbetriebes liegt bei 18 ha. (HH)  
stats