Studie: Klimawandel bedroht jede fünfte Pflanzenart

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Auf Grund des Klimawandels könnte jede fünfte Pflanzenart in Deutschland bis zum Jahr 2080 Teile ihres heutigen Verbreitungsgebiets verlieren. Das geht aus einer Studie hervor, an der Wissenschaftler des Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung (UFZ), Leipzig, und des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK), Potsdam, beteiligt waren. Als Folge des Klimawandels würden die Vorkommen der Arten neu verteilt, so das UFZ in einer Pressemitteilung. Dies könnte die Vegetation vor allem im Südwesten und im Osten Deutschlands stark verändern. Selbst bei moderatem Klimawandel und geringen Veränderungen der Landnutzung sei damit zu rechnen, dass die Flora geschädigt werde.

Die Effekte in den Simulationen der Forscher seien umso deutlicher, je größer der Temperaturanstieg ist. Bei einer moderaten Erwärmung von etwa 2,2 Grad Celsius würden etwa 7 Prozent der Arten mehr als zwei Drittel ihres aktuellen Verbreitungsgebiets verlieren. Bei 2,9 Grad Celsius Erwärmung seien es 11 Prozent und bei 3,8 Grad Celsius 20 Prozent der Arten. Besonders viele Arten könnten das Saarland, Rheinland-Pfalz und Hessen sowie die Tieflandebenen Brandenburgs, Sachsen-Anhalts und Sachsens verlieren. Dagegen rechnen die Forscher damit, dass die Artenzahlen in den Mittelgebirgen Baden-Württembergs, Bayerns, Thüringens und Sachsen durch einwandernde Pflanzen leicht zunehmen könnten. (Sz)

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