Viel Wirbel verursachte eine schwedische Studie, veröffentlicht in dem britischen Journal British Medical Journal, über die angeblich schädigende Wirkung von Milch. Die Bild-Zeitung schreibt „Drei Gläser Milch am Tag können tödlich sein“.

Schwedische Wissenschaftler kamen zu dem Ergebnis, dass das Risiko für Knochenbrüche im Alter nicht – wie jahrzehntelang empfohlen – bei Milchtrinkern geringer sei. Im Gegenteil:die Untersuchungen eines Forscherteams um Karl Michaelsson von der Universität Uppsala sehen bei hohem Milchkonsum ein gesteigertes Risiko für einen frühen Tod.

Ernährungsempfehlungen wollen die schwedischen Wissenschaftler allerdings nicht geben. Außerdem sei nicht klar, ob der Milchkonsum wirklich die Ursache für die festgestellte erhöhte Todesrate ist.

Der Milchindustrieverband distanziert sich jetzt von der Untersuchung, die in nur drei schwedischen Landkreisen durchgeführt wurde. „Vereinfachte negative Schlüsse bergen die Gefahr von Fehlaussagen“, so Eckhard Heuser, Hauptgeschäftsführer des Milchindustrie-Verbandes, Berlin. Die Autoren verweisen selbst darauf, dass der Konsum von Milch und Milchprodukten der Osteoporose entgegenwirkt, nur dieses werde leider in den Zeitungsmeldungen nicht zitiert, so der MIV in seiner Stellungnahme. (hed)
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