Sturmflut an der Nordseeküste


Ackerflächen stehen nach dem Tauwetter unter Wasser. In Brandenburg steigen die Pegel.

Niederschläge in den kommenden Tagen könnten Acker- und Grünland weiter überschwemmen. In der Wetterau und Süddeutschland sind die Flächen wassergesättigt. Die Pegelstände von Binnenflüssen steigen.

Am stärksten stieg das Wasser in der Nacht an der Spree. Am oberhalb der Talsperre gelegenen Pegel Spremberg sind es heute 350 cm. Allerdings sieht das Agrarministerium in Potsdam noch keine akute Hochwassergefahr.

Entlang der Schwarzen Elster wurden bei Herzberg und Bad Liebenwerda die Richtwerte der Alarmstufe I deutlich überschritten. Hier rechnen die Experten vom Landesamt mit länger anhaltenden erhöhten Wasserständen. In den kommenden Tagen ist auch an Elbe und Havel, mit einem weiteren Anstieg der Pegelstände zu rechnen. 

An der Oder bei Hohensaaten-Finow hat sich die Lage wieder entspannt. Eine Eisbarriere hatte den Wasserstand sprunghaft erhöht. Nun ist er wieder um 1,50 m gefallen. In den kommenden Tagen ist die Schifffahrt beeinträchtigt, da weiterhin durch Eis verursachte Wasserstandsschwankungen zu erwarten. Deutsche und polnische Eisberecher übernehmen den Eisaufbruch.

An der Westküste der Nordsee sowie an der Elbe hat es heute morgen eine Sturmflut gegeben. An den Pegeln Dagebüll, Husum, Schulau und Hamburg St. Pauli überschritt der Höchstwasserstand das mittlere Tidehochwasser um mehr als 2,5 Meter. Auf den Inseln und Halligen im nordfriesischen Wattenmeer sowie im Bereich Dithmarschen wurden Wasserstände von ungefähr 2,3 m über dem mittleren Tidehochwasser erreicht.

Nach den ersten Kontrollergebnissen des Landesbetriebs für Küstenschutz, Nationalpark und Meeresschutz (LKN) sind an den Landesschutzdeichen kaum Schäden eingetreten. (da)
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