Biomethanprojekt

Substratvielfalt macht Neubau möglich


Die Biogasanlage in Beerfelde auf halben Wege zwischen Berlin und Frankfurt/Oder wird nach ihrer Fertigstellung stündlich 700 Kubikmeter Biomethan in das Erdgasnetz einspeisen. Die Investorengruppe wird von der Nevag AG angeführt, die bisher vor allem in die Windenergie investiert hat und bereits eine Biogasanlage in Petershagen bei Berlin betreibt. Gesellschafter sind daneben unter anderem der Projektentwickler und der Anlagenbauer.

Vergütung nach dem EEG 2012

Weil die Anlage bereits vor dem Januar 2014 genehmigt wurde, genießt sie noch die höheren Vergütungen des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) 2012. Zu den Konditionen des EEG 2014 wäre ein wirtschaftlicher Betrieb nicht möglich, erklärte Cornelius Herb, Geschäftsführer der Projektentwicklungsgesellschaft RegPower.

Geplant sei, die Anlage mit einer Vielzahl von Einsatzstoffen zu betreiben wie Maissilage, Ganzpflanzensilage (GPS), Szarvasigras, Grassilage, Rindermist, Rindergülle, Pferdemist und Hühnertrockenkot. Mehr als 90 Prozent der Rohstoffe kommen aus einem Umkreis von weniger als 10 km. „Biogasanlagen müssen zukünftig möglichst flexibel mit unterschiedlichen Substraten geplant und betrieben werden können“, betont der Planer. Der Auftrag für den Bau der Anlage wurde an die Agraferm Technologies AG vergeben. (SB)
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