Vogelgrippe

Subtypen beunruhigen Frankreich


Nachdem in dieser Woche die Zahl der Vogelgrippe-Fälle auf 30 gestiegen ist, spricht die französische Regierung von einer Krise. Als besonders beunruhigend wird die Tatsache angesehen, dass verschiedene hochpathogene Subtypen auftreten, berichtet Globalmeat. Die Seuche trifft die Geflügelbranche zum ungünstigsten Zeitpunkt, denn die Vorweihnachtszeit ist die Umsatzstärkste des Jahres.

Gefunden wurden Erreger des niedrigpathogenen Stammes H5N3 und der hochpathogenen Stämme H5N1, H5N2, H5N3 und H5N9. Der Nachweis von verschiedenen Stammen in so kurzer Zeit nennen Experten Weltorganisation für Tiergesundheit (OIE) „beispiellos“. Eine mögliche Erklärung, für die rasche Ausbreitung sei, dass sich die Stämme verändert haben.

Aus Sicht des französischen Landwirtschaftsministeriums besteht für die Bevölkerung keine Gefahr. Der wirtschaftliche Schaden des Seuchenzuges ist aber schon jetzt spürbar. Frankreich musste seine Geflügelfleischlieferungen in wichtige Exportmärkte wie Japan, China, Thailand, Südkorea und Nordafrika einstellen. (SB)
stats