Subventionen für Tabakanbau widersprechen Gesundheitspolitik

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Die Marktordnung für Tabak soll um drei Jahre bis 2004 verlängert werden. Dies hat die EU-Kommission am Mittwoch in Brüssel vorgeschlagen. Die Preise sollen für die meisten Sorten auf dem bestehenden Niveau bleiben. Lediglich für weniger gefragte Sorten kürzte die Kommission in ihrem Vorschlag die Prämien um 10 Prozent. Außerdem soll der Abzug für den gemeinschaftlichen Tabakfonds im Jahr 2003 auf 3 Prozent steigen und ab dem Jahr 2005 auf 5 Prozent. Aus dem Fonds sollen nicht nur Informationskampagnen für die gesundheitsschädlichen Folgen des Rauchens finanziert werden, sondern auch Umstellungshilfen für die Erzeuger. Langfristig will die Kommission den Tabakanbau in der EU nicht mehr subventionieren, weil sie darin einen Widerspruch zu ihrer Gesundheitspolitik sieht. (Mö)
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