In der Nähe des Bio-Campus im bayerischen Straubing wird eine Anlage zur Herstellung des Biokraftstoffs Zellulose-Ethanol errichtet. Es ist deutschlandweit die größte Demonstrationsanlage dieser Art. Die Anlage soll bereits ab Ende 2011 jährlich etwa 1.000 t Zellulose-Ethanol aus Getreidestroh herstellen. Errichtet wird sie von der Münchner Süd-Chemie, einem Unternehmen der Schweizer Clariant AG. Die Kosten belaufen sich auf voraussichtlich etwa 28 Mio. €. Der Bund sowie das Land Bayern geben jeweils 5 Mio. € an Zuschüssen.  

Nach Aussage von Süd-Chemie-Vorstand Dr. Günther von Au gehe man mit dieser Investition einen großen Schritt hin zur Markteinführung eines nachhaltigen Verfahrens zur Herstellung klimafreundlicher Kraftstoffe. "Die Technologie zeigt einen Weg aus dem Dilemma Teller oder Tank", ergänzte der Bayerische Wirtschaftsminister Martin Zeil (FDP) anlässlich der Grundsteinlegung des Werks. Mit der Anlage sollen 20 neue Arbeitsplätze entstehen. (HH)   
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