Südafrika interessiert sich für deutschen Weizen


Die Exportchancen für deutschen Weizen sind derzeit alles andere als rosig. Als hoffnungsvoller Kunde könnte sich Südafrika in den kommenden Monaten entwickeln. Die größten Konkurrenten für deutschen Weizen sind Offerten aus Russland und den Schwarzmeerländern. Bei einem US-Dollarkurs von umgerechnet 1,50 €/t sieht es für deutsches Getreide auf dem Weltmarkt schlecht aus, erklärte Frank Gagel während der Seminarveranstaltung der agrarzeitung "Agrarmärkte 2010" in Hamburg. Doch bei einem Brotweizenpreis von 130 €/t ist für Timon Dehner vom Handelshaus Bunge die Lage nicht  aussichtslos. Das gelte auch gegenüber australischem Weizen, der jetzt geerntet wird.

Australische Ware werde umgerechnet für 150 €/t fob angeboten. Hier könne Deutschland durchaus mithalten, vor allem wenn es um die Destination Südafrika gehe. Gerade in den vergangenen Wochen konnte deutscher Weizen dorthin geliefert werden. Südafrika sucht besonders Weizen mit einem Proteingehalt von 12,5 Prozent. Diesen Weizen könne Russland und auch Frankreich nicht in der gewünschten Qualität liefern. Im Frühjahr könnte, so Dehner, auch der  Iran wieder mehr deutsches Getreide kaufen, wenn in den Schwarzmeerländern die Bestände zur Neige gehen. Insgesamt rechnet Gagel mit einem Exportvolumen für deutsches Getreide im laufenden Wirtschaftsjahr 2009/10 von 4 Mio. t gegenüber  5,5 bis 6 Mio. t im Vorjahr. (da)
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