Südfleisch ist an Vion verkauft


1

Die Übernahme der genossenschaftlichen Südfleisch-Gruppe durch den niederländischen Vieh- und Fleischvermarkter Vion ist perfekt. Die Zustimmung der Kartellbehörde gilt als sicher. In München wurden heute die entsprechenden Verträge unterschrieben. Für die an sich wertlosen Südfleisch-Aktien zahlt Vion den Landwirten insgesamt 5 Mio €. Das sind noch etwa 7 Prozent des ursprünglichen Treuhandkapitals der Bauern von über 70 Mio. €. Die nicht-bäuerlichen Aktionäre der Südfleisch werden mit einem „Trostpreis“ von 1 € pro Aktie bedacht.

Die Forderungen der Banken - allen voran die DZ Bank, Frankfurt a.M. - liegen bei rund 140 Mio. €. Vion soll auf einen Forderungsverzicht von 62,5 Mio. € bestanden haben. Die Niederländer übernehmen noch rund 78 Mio. € Bankverbindlichkeiten, heißt es. Der Kaufpreis der Südfleisch liegt somit bei 83 Mio. €. Nach Ansicht von Insidern muss Vion allerdings weitere 20 bis 30 Mio. € für die Schließung von Betriebsstätten und Sozialpläne aufwenden. Vion wird sofort 60 Prozent der Aktien übernehmen und die restlichen 40 Prozent bis Mitte des kommenden Jahres.

Der bisherige Sprecher des Südfleisch-Vorstandes, Karl-Heinz Kiesel, bleibt im Vorstand. Sein Kollege Manfred Geyer geht Mitte des nächsten Jahres in den Ruhestand. (HH)

stats