Südkorea kauft Schweinefleisch


Eine starke Schweinefleischnachfrage aus Südkorea belebt den Absatz der großen Exportländer. Die Inlandserzeugung erholt sich nur langsam. Seit dem Ausbruch der Maul- und Klauenseuche (MKS) im November 2010 sind in Südkorea rund ein Drittel der Schweinebestände getötet worden. Dadurch wird auch die Fleischerzeugung 2011 kräftig sinken. Die US-Botschaft in Seoul geht von einem Rückgang gegenüber 2010 um 350.000 t auf 760.000 t Schweinefleisch aus. Ein Großteil der fehlenden Inlandserzeugung wird Südkorea im Ausland kaufen. Die Importe wachsen nach Einschätzung der Amerikaner um mindestens 220.000 t. Im Vorjahr war Südkorea mit Importen von etwa 380.000 t global das fünftgrößte Importland für Schweinefleisch.

Chancen für einen höheren Absatz erwarten vor allem die Exporteure in den USA und in der EU. Sowohl die Amerikaner als auch die Europäer werden voraussichtlich bis zum 1. Juli 2011 bilaterale Freihandelsabkommen mit Südkorea ratifizieren. Bereits jetzt sind für ein begrenztes Kontingent zollfreie Importe von Schweinefleisch nach Südkorea möglich. Üblicherweise erhebt das Land einen Zoll von 25 Prozent. (db)
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