Auf der Hauptversammlung der Südzucker AG, Mannheim/Ochsenfurt, wurde mitgeteilt, dass für das laufende Geschäftsjahr 2013/14 weiterhin ein leichter Anstieg des Konzernumsatzes auf rund 8,0 Mrd. € (Vorjahr: 7,9 Mrd. €) erwartet wird. Es wurde eine Dividendenerhöhung auf 0,90 € (Vorjahr: 0,70€) je Aktie beschlossen. Das operative Ergebnis wird voraussichtlich auf 825 Mio. € (Vorjahr: 974 Mio. €) sinken.

Weiter steigende Rohstoffkosten führen zu rückläufigen Ergebnissen in den Segmenten Zucker, Spezialitäten und Cropenergies. Bei Cropenergies wird unter Berücksichtigung der im Juli vollzogenen Übernahme des britischen Bioethanolherstellers Ensus Limited die Prognose für das operative Ergebnis gesenkt. Es wird von 40 bis 50 Mio. € ausgegangen. Zuvor war ein operatives Ergebnis von 50 bis 60 Mio. € erwartet worden.

Vorstandsvorsitzender Wolfgang Heer sagte für die Zeit nach der EU-Zuckermarktordnung eine größere Mengen- und Preisvolatilität auf dem Weltmarkt voraus. Als Europas größtes Zuckerunternehmen sieht er sich jedoch gut gerüstet.

Zu der Teller-oder-Tank-Diskussion in der Öffentlichkeit und der anstehenden Kraftstoffqualitätsrichtlinie der EU-Kommission sagte Heer: „Die europäische Landwirtschaft kann neben Lebens- und Futtermitteln auch Rohstoffe für die energetische und stoffliche Nutzung bereitstellen, ohne dass Teller, Tank und Trog zu einander in Konkurrenz treten.“

Er befürchtet, dass zudem Fehlanreize zur Produktion von Abfällen oder ein weltweiter „Abfalltourismus“ durch diese Richtlinie geschaffen werden könnten. „Letztendlich würden wieder mehr fossile Kraftstoffe verbraucht und das Treibhausgaseinsparungspotenzial nicht genutzt: alles in allem ein nicht akzeptabler Rückschritt für die europäische Energie- und Klimaschutzpolitik.“ (hed)
stats