Rübenernte

Südzucker legt Eckpunkte fest


Nach intensiven Verhandlungen haben sich die Anbauverbände mit der Südzucker AG auf wichtige Rahmenbedingungen für die erste Kampagne ohne Quoten ab Oktober 2017 geeinigt. Oberstes Ziel ist für das Zuckerunternehmen, die Werke für 120 Tage von September bis Januar auszulasten. Auf der Wintertagung in Florstadt erläuterte Manfred Menz Einzelheiten zu den Konditionen. Alles richtet sich am Zuckerbedarf des Unternehmens aus. Jeder Rübenbauer kann sein Lieferrecht zu 100 Prozent für Basisrüben nutzen und dann nochmals um 40 Prozent Mehrrüben aufstocken. Insgesamt können Rübenlandwirte ab 2017 ihre Anbaufläche um ein Drittel steigern. Eine Treueprämie zahlt Südzucker für den mehrjährigen Anbau.

Einheitspreis ab 2017
Die Südzucker-Anbauer in der Wetterau erhalten durchschnittlich für ihre Quotenrüben 2015 rund 36,65 /t, für Ethanolrüben 28,84 und 24,44 /t für Industrierüben. Auf Grundlage des Quotenpreises hat der Verband der Wetterauer Zuckerrübenanbauer einen All Inklusive Preis wie den es  ab 2017 für alle Rüben geben soll ermittelt. Herauskommen sind rund 32,00 €/t Bei einem Zuckererlös von 450,00 €/t. Wird dieser Preis für den Deckungspreis zugrundegelegt, könnten die Rüben gegenüber Weizen und Raps noch mithalten. Anders sieht die Rechnung aus, würde der Zuckerpreis unter die 400-Euro-Referenzpreisschwelle sinken. (da)
Aufatmen bei den Rübenlandwirten, die Südzucker zahlt weiterhin 75 Prozent der Transportkosten. Das rechnet sich auf für die weiter entfernten Landwirte. Für das letzte Jahr vor der Quote rechnet Menz mit einem Flächenausdenung gegenüber Vorjahr von 15 bis 20 Prozent. 2016 ist das letzte Jahr unter der Zuckermarktordnung. Eine Übertragung von Industrierüben ist nicht mehr möglich.

Bereits im Mai 2016 bekommen die Landwirte Verträge für den Anbau 2017 angeboten. Damit haben sie genügend Zeit für die Planung der Rübenfläche in der Fruchtfolge.
Künftig gilt für Basis- und Mehrrüben ein Preis. Dieser wird aus den Zuckererlösen jährlich neu abgeleitet. Entscheidend für den Landwirt ist der Deckungsbeitrag, der einen Tick höher sein sollte im Vergleich zu Weizen und Raps. Das Rübengeld wird bis Juni eines Jahres auf die Konten überwiesen, sicherte Menz zu. (da)
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