Jahresabschluss

Südzucker mit gutem Ergebnis


Wolfgang Heer verkündet Ergebnisse des Geschäftsjahres
-- , Foto: Südzucker
Wolfgang Heer verkündet Ergebnisse des Geschäftsjahres

Um weiterhin eine Rübenversorgung in der EU sicherzustellen müsse die Zuckermarktordnung bis mindestens 2020 fortgesetzt werden, forderte Dr. Wolfgang Heer, Vorstandsvorsitzender der Südzucker, heute in Mannheim.

Heer geht davon aus, dass in Brüssel in der "für uns wichtigen Frage" eine Entscheidung bis Ende Juni getroffen werde. Ein Ende des geregelten Zuckermarktes in der EU im September 2015, wie es die EU-Kommission vorsieht, hält der Südzucker-Vorstand für unwahrscheinlich.

Von der großen Politik zurück zur Rübenkampagne

In den 29 Fabriken wurden im vergangenen Jahr 4,9 Mio. t Zucker produziert. Die Gesamtzuckererzeugung einschließlich 400.000 t Rohr-Rohzucker war jedoch um 0,5 Mio. t niedriger als vor einem Jahr.

Das Segment Spezialitäten konnte erwartungsgemäß nicht an das Vorjahresergebnis anschließen. Die Tochtergesellschaft Cropenergies und Frucht trugen zum deutlichen Ergebniszuwachs bei, führte Heer weiter aus.

An dem Spitzenergebnis 2012/13 will Finanzvorstand Thomas Kölb auch die Aktionäre, vornehmlich Rübenlandwirte beteiligen. Zur Hauptversammlung am 1. August in Mannheim wird eine Dividende von 0,90 (0,70) € je Aktie vorgeschlagen.

Insgesamt steigerte die Südzucker AG Mannheim, Ochsenfurt, im Geschäftsjahr 2012/13 (GJ-Ende März/Februar 2013) den Konzernumsatz um 13 Prozent auf 7,9 (Vj: 7,0) Mrd. €. Das operative Ergebnis stieg um 30 Prozent auf 974 Mio. €. Erneut war das Zuckergeschäft Wachstumstreiber im Kontext der übrigen Segmente Spezialitäten, Cropenergies und Frucht.

Umfangreiche Investitionen in neue Marktfelder sind eingeleitet. In Österreich wird im Juni eine neue Stärkefabrik eröffnet in Zeitz in Sachsen-Anhalt ist ein ähnliches Werk im Bau sowie eine Neutralalkoholanlage. Ein Fruchtzubereitungswerk entsteht in den USA.

Aussicht etwas gedämpft

Für das kommende Geschäftsjahr 2013/14 schraubt Kölb die Erwartungen zurück. Das operative Ergebnis dürfte 825 Mio. € erreichen und damit deutlich unter dem Rekord von 974 Mio. € liegen, das er heute präsentieren konnte.

Als Ursache nennt der Finanz-Chef geringere Exporte zu niedrigeren Weltmarktpreisen sowie steigende Herstellungskosten für Zucker. Der Umsatz könnte die Acht-Milliarden-Marke knacken. (da)
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