Bilanz

Südzucker schreibt rote Zahlen


Kurze Kampagne
Die Schlote der Südzucker-Fabriken sind schon wieder abgekühlt. Die Kampagne war bereits vor den Weihnachtstagen beendet. Die Länge der Verarbeitungskampagne betrug in der Südzucker-Gruppe im Durchschnitt rund 90 Tage. Kein Vergleich zu den 127 Tagen im Vorjahr. Aufgrund des sehr trockenen Sommers in Verbindung mit hohen Temperaturen liegen die Rübenerträge mit rund 69 t/ha unter dem fünfjährigen Durchschnitt. Positiv hingegen hat sich der Jahrhundertsommer auf den Zuckergehalt von 17,5 Prozent ausgewirkt und damit um ein Prozentpunkt über dem Vorjahr liegt. (da)
Nach neun abgelaufenen Monaten im Geschäftsjahr 2015/16 (März/November) wird die Luft immer dünner. Dem schwachen Preisniveau für Quoten- und Nichtquotenzucker, das seit dem Zuckerwirtschaftsjahr 2014/15 anhält, hat Südzucker wenig entgegenzusetzen. Zudem ging der Zuckerabsatz aufgrund geringerer Exportmengen zurück.

Nun muss Südzucker im Kerngeschäft Zucker in den ersten neun Monaten einen Verlust von Minus 39 (Vj.: plus 44) Mio. € bekannt geben. Der Umsatz sinkt im auf 2,3 Mrd. €. Obwohl sich die Quotenzuckererlöse mittlerweile stabilisiert haben, lagen sie im Durchschnitt des gesamten Berichtszeitraums deutlich unter dem Vorjahresniveau, was den Ergebnisrückgang im Wesentlichen verursachte, heißt es im am Mittwoch veröffentlichten Quartalsbericht.

Den Einbußen im Zuckergeschäft stehen deutliche Steigerungen bei der Tochtergesellschaft Cropenergies sowie Spezialitäten gegenüber. Die Südzucker AG, Mannheim, erzielte von März bis November 2015 des laufenden Geschäftsjahres 2015/16 ein operatives Konzernergebnis von 198 (174) Mio. €. Der Konzernumsatz sank auf knapp 5 Mrd. €.

Für das Gesamtgeschäftsjahr 15/16 bleibt Südzucker bei seiner Prognose einen Konzernumsatz von 6,3 bis 6,8 Mrd. € zu erreichen sowie ein Ergebnis von 200 bis 240 Mio. €. Ein Ergebnisrückgang wird bei Zucker und Frucht erwartet, eine Verbesserung bei Spezialitäten und Cropenergies. (da)
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