Die Südzucker AG Mannheim/Ochsenfurt, Mannheim, liegt in den ersten neun Monaten (März bis November) des Geschäftsjahres 2013/14 mit einem Konzernumsatz von 6,03 Mrd. € (Vorjahr: 6,05) geringfügig unter dem Vorjahresniveau. Das operative Konzernergebnis sank jedoch um über 25 Prozent auf 607 Mio. €.

Im Segment Zucker ist der Umsatzrückgang auf 3,15 Mrd. € (Vorjahr: 3,30) auf niedrigere Erlöse für Quotenzucker zurückzuführen. Das operative Ergebnis im Segment Zucker lag mit 420 (Vorjahr: 596) Mio. € deutlich unter dem hohen Vorjahresniveau. Das Unternehmen begründet diesen Rückgang noch mit Belastungen aus der Kampagne 2012. Seit dem 3. Quartal wirken sich zunehmend auch sinkende Quotenzuckererlöse aus. Außerhalb der Quote spürt Südzucker niedrigere Exportmengen und Weltmarktpreise.

Zur Kampagne 2013/14 berichtet das Unternehmen, dass die Zuckererzeugung einschließlich der Raffination von Rohzucker im Vergleich zum Vorjahr mit voraussichtlich 4,7 (Vorjahr: 4,9) Millionen Tonnen geringer ausfallen wird,

Im Segment Spezialitäten konnte der Umsatz im Berichtszeitraum um 3 Prozent auf 1,44 Mrd. € gesteigert werden. Dieser Zuwachs sei auf gestiegene Absatzmengen, auch durch die Inbetriebnahme der Weizenstärkeanlage in Pischelsdorf/Österreich im Juni 2013, sowie höhere Erlöse in der Division Stärke zurückzuführen. Das operative Ergebnis lag jedoch wegen hoher Rohstoffpreise mit 91 Mio. € (Vorjahr: 112) unter dem Vorjahr.

Beim Tochterunternehmen Cropenergies konnte der Umsatz um 10 Prozent auf 527 Mio. € (Vorjahr: 477) gesteigert werden. Dies ist auf einen höheren Absatz zurückzuführen. Die im Juli 2013 übernommene britische Bioethanolherstellers Ensus wurde erstmals konsolidiert. Auch die Erlöse für Lebens- und Futtermittel konnten zulegen. Das operative Ergebnis lag auch hier wegen gestiegener Kosten mit 37 Mio. € (Vorjahr: 70) deutlich unter dem Vorjahresniveau, hatte Cropenergies bereits in der vergangenen Woche bekannt gegeben.

Der Umsatz im Segment Frucht konnte um fünf Prozent auf 906 Mio. € (Vorjahr: 859) gesteigert werden. Der hierfür ursächliche Absatzzuwachs ist dabei unter anderem auf die erst seit dem zweiten Quartal 2012/13 erfolgte Vollkonsolidierung des österreichischen Saftherstellers Ybbstaler zurückzuführen.

Das operative Ergebnis im Segment Frucht konnte bei rückläufigen Erlösen und Rohstoffkosten auch im dritten Quartal weiter wachsen und erhöhte sich auf insgesamt 59 Mio. € (Vorjahr: 38). Dieser Zuwachs basiert insbesondere auf der weiterhin starken Absatzentwicklung bei Fruchtzubereitungen sowie dem konsolidierungsbedingten Anstieg bei Fruchtsaftkonzentraten. (hed)
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