Halbzeit

Südzucker weist Verlust aus


Im ersten Halbjahr (März/August 2015) liegt der Konzernumsatz mit 3,331 (Vorjahr: 3,4) Mrd. € um 4 Prozent unter Vorjahr. Das operative Konzernergebnis der Südzucker AG, Mannheim, fällt auf Grund der Verluste im Zuckergeschäft auf 134 (147) Mio. € zurück.

Ende der Talfahrt kaum absehbar

Auf dem Exportmarkt für Zucker ist angesichts der niedrigen Weltmarktpreise fast nichts mehr zu verdienen. Die EU-Kommission ermittelte einen durchschnittlichen Abgabepreis ab europäische Zuckerfabrik in Höhe von 414 €/t Weißzucker. Hierfür können die Zuckerhersteller nicht kostendeckend produzieren. Die Zuckersparte von Südzucker weist im Berichtszeitraum einen Verlust von 13 Mio. € aus, und ein Ende der Talfahrt ist nicht abzusehen.

Erfreulicher entwickeln sich die Sparten Spezialitäten und Bioethanol. Unter Spezialitäten ist der Pizza-Produzent Freiberger, das österreichische Zucker- und Stärkeproduzent Agrana AG sowie unter anderen der Hersteller von Lebensmittelzusätzen, Beneo, vereint.

Das Tochterunternehmen Cropenergies, das in verschiedenen europäischen Werken Biosprit herstellt, verzeichnet trotz Umsatzrückgang eine deutliche Verbesserung des operativen Ergebnisses aufgrund gestiegener Bioethanolerlöse. Auch die Verluste auf Grund der temporären Stilllegung der Bioethanolanlage in Wilton/Großbritannien im Februar 2015 seien entfallen, teilt Südzucker am Donnerstag mit. Cropenergies kann mit einem operativen Ergebnis von 40 Mio. € gegenüber einem Verlust im Vorjahr wieder etwas aufatmen. Auch das Segement Frucht stellt einigermaßen zufrieden.

Für das Gesamtjahr 2015/16 (März/Februar) hat das größte europäische Zuckerunternehmen seine
Prognose für den Konzernumsatz auf rund 6,2 bis 6,4 Mrd. € angehoben. Am Ende des Geschäftsjahres im Februar 2016 dürfte ein operatives Ergebnis nunmehr in einer Bandbreite von 180 bis 230 Mio. € liegen. (da)
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