Zuckerkampagne

Süßeste Rüben kommen aus Könnern

Die Zuckergehalte der Kampagne 2016 bewegen sich auf einem außergewöhnlich hohen Niveau. Im Schnitt werden in allen Regionen Werte zwischen 17,5 und 18,5 Prozent erreicht, berichtet der Landwirtschaftliche Informationsdienst Zucker (LIZ), der Daten aus den Anbaugebieten der Zuckerhersteller Pfeifer & Langen, Nordzucker und Suiker Unie auswertet.

Die Niederschläge der vergangenen Wochen hätten zwar zu einem Rückgang der durchschnittlichen Zuckergehalte um 0,5 bis 1 Prozent geführt, was aber weiterhin einem hohen Gesamtniveau entspreche. Die süßesten Rüben mit 24,3 Prozent Zucker wurden bislang in Könnern angeliefert. Dicht gefolgt von Euskirchen mit 23,6 Prozent sowie Anklam und Schleswig mit 23,5 Prozent. Am Ende der Rangliste steht zurzeit Güstrow, wo die süßesten Rüben 21 Prozent Zucker enthielten.

Nach den aktuell vorliegenden Daten liegt der Durchschnittsertrag bei etwa 75 t Rüben/ha, was angesichts der hohen Zuckergehalte zu einem gewachsenen Zuckerertrag von etwa 13,9 t/ha führe, so das LIZ. Dieses Ergebnis liege leicht unter unserem fünfjährigen Durchschnitt.

Die Qualität der Zuckerrüben sei sehr gut: Der durchschnittliche Wert von 13,3 Prozent Amino-N liege im unteren Bereich. Die Erdabzüge liegen zurzeit bei durchschnittlich 5 Prozent, die Kopfabzüge bei 2,8 Prozent. Der trockene Start der Kampagne habe erheblich zu dem niedrigen Wert beigetragen. Positiv habe sich auch ausgewirkt, die Mieten mit Flies abzudecken, weil die Rüben so vor Niederschlägen geschützt sind. (SB)
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