Das Bundeskartellamt verhängt gegen elf Süßwarenhersteller Bußgelder in Höhe von insgesamt 60 Mio. €.

Die Strafe wird wegen verschiedener Kartellverstöße verhängt. Zum einen geht es um Preisabsprachen aus dem Jahr 2007. Das Kartellamt stellte fest, dass die Unternehmen Kraft Foods (Milka) und Ritter in mehren Telefonaten ihre Preise für Tafelschokolade abgesprochen hatten. Anfang 2008 wurden dann die Preise um 15 bis 25 Prozent angehoben. Milka muss eine Strafe in Höhe von 21,7 Mio. € zahlen, für Ritter gilt die Kronzeugenregelung.

Außerdem kam das Kartellamt dahinter, dass die Schokoladenhersteller Ritter, Mars und Nestlé in regelmäßigen Gesprächskreisen ihre Preise absprachen. Im Jahr 2008 beobachtete das Amt eine Erhöhung der Preise um durchschnittlich 10 Prozent. 19,5 Mio. € Strafe müssen die Beteiligten zahlen.

Außerdem wurde bei diesen Treffen sowie im Rahmen von Sitzungen mit mehreren Süßwarenherstellern ein Austausch über die Verhandlungssituation mit dem Einzelhandel gepflegt. 19,6 Mio. € Strafe wurden für diesen Sachverhalt verhängt.

Bei der Bußgeldfestsetzung wurde berücksichtigt, dass die Unternehmen Ritter, Nestlé, Kraft und Katjes bei der Aufklärung der jeweiligen Sachverhalte mit dem Bundeskartellamt kooperiert haben. Die Mehrheit der Verfahren konnte im Wege der einvernehmlichen Verfahrensbeendigung abgeschlossen werden. (hed)
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