Pflanzenschutz

Superunkraut neu definiert


Die Weed Science Society of America (WSSA) empfiehlt eine neue Definition für den Begriff ‚superweed‘. Er werde oft unspezifisch für invasive Unkräuter oder Unkräuter mit Herbizidresistenz verwendet, stellt die Gesellschaft fest. Mit dem zunehmenden Gebrauch des Begriffes verbunden seien häufiger auch Fehlinformationen, so die WSSA.

Da jedoch der Begriff ‚superweed‘ in den USA mittlerweile zum gebräuchlichen Wortschatz gehöre, hat sich die WSSA für eine klare Definition entschieden. Sie stellt die Eigenschaft des Unkrautes in den Mittelpunkt, umfassende Resistenzen gegen übliche Verfahren der Bekämpfung zu entwickeln. Als Ursache nennt die WSSA den wiederholten und exklusiven Einsatz einzelner Verfahren des Unkrautmanagements, die solche Resistenzen auslösen. Es müsse sich dabei nicht zwangsläufig um Herbizidresistenz handeln. Die WSSA nennt als Beispiel Hühnerhirse in Reisfeldern, die üblicherweise von Hand ausgerissen wird. Weil sich die Hühnerhirse durch Anpassung aber äußerlich den Reispflanzen angeglichen habe, sei sie zunehmend schwerer zu unterscheiden und damit zu bekämpfen.

Die Gesellschaft widerspricht außerdem der häufig in der Öffentlichkeit verbreiteten Aussage, dass solche Super-Unkräuter das Resultat eines Gentransfers von gentechnisch veränderten Pflanzen seien. (db)
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