Syngenta: Verhaltener Optimismus für 2009 in Deutschland

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Von der höheren Intensität von Pflanzenschutzmitteln und Saatgut hat im vergangenen Jahr die Deutschland-Division des Schweizer Agrarkonzerns Syngenta profitiert. „Vor allem in Weizen und Raps haben die Landwirte mehr investiert“, erklärte heute Dr. Hans Theo Jachmann, Geschäftsführer der Syngenta Agro GmbH in Stein bei Basel. Bei Wachstumsreglern für Getreide verzeichnete das Unternehmen ein Umsatzplus von 58 Prozent und für Fungizide von 33 Prozent. Im Raps wurde an Fungiziden und Herbiziden jeweils 19 Prozent mehr verkauft. Insgesamt ist der Pflanzenschutzmarkt in Deutschland und Österreich um 11,5 Prozent auf knapp 1,5 Mrd. € gewachsen. Umsatzzuwächse gab es auch für Saatgut. Die Syngenta Seeds GmbH verkaufte im Vorjahr rund 13 Prozent mehr Rapssaatgut und 21 Prozent mehr Maissaatgut, ergänzte Geschäftsführer Dr. Dieter Nordmeyer.

Die Aussichten für 2009 fallen gemischt aus. Im Pflanzenschutz erwartet Jachmann im Volumen einen leichten Rückgang zwischen 3 und 5 Prozent. In Osteuropa rechnet er mit einem massiven Umsatzeinbruch. Wachstumsraten von 65 Prozent wie in der Ukraine werde es nicht mehr geben, so Jachmann. Für Saatgut hingegen erwartet Nordmeyer nach wie vor ein Wachstum, aber auf niedrigerem Niveau. Ein zweistelliges Plus ist laut Nordmeyer nicht zu erwarten. (AW)

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