Quartalsbilanz

Syngenta auf Brautschau für Saatgut


Syngenta weist für das erste Quartal des Geschäftsjahres 2061 (per 31. März) einen Konzernumsatz von 3,7 (Vorjahr: 4,0) Mrd. US-$ aus, ein Rückgang um 7 Prozent. Das sei in erster Linie auf die anhaltende Stärke des US-Dollars während des größten Teils des Quartals zurückzuführen, teilte der Konzern am Mittwoch in Basel mit. Die Einbußen ziehen sich durch alle Sparten. So erwirtschaftet Syngenta im globalen Geschäft mit Pflanzenschutz einen Umsatz von 2,6 (2,8) Mrd. US-$, bei Saatgut sinkt der Absatz auf 979 Mio. US-$ (1,02 Mrd. US-$) und bei Lawn und Garden auf 180 (172) Mio. US-$.

Sparkurs bekräftigt

Für das Gesamtjahr gibt der Vorstandsvorsitzende John Ramsay das Ziel aus, den Umsatz zu konstanten Wechselkursen stabil zu halten. Bereinigt um Wechselkursschwankungen, war das Syngenta auch im abgelaufenen Quartal gelungen. Zudem bekräftigte Ramsay das Ziel, im laufenden Jahr 300 Mio. US-$ einzusparen.

Der CEO betonte zwar, an der integrierten Strategie festzuhalten, signalisierte aber gleichzeitig die Bereitschaft, diese im Bereich Saatgut auch aufzuweichen: So sei Saatgut zwar für die Entscheidungsfindung der Landwirte von „zentraler Bedeutung“ und daher für „ein integriertes Angebot unverzichtbar“. Doch wolle Syngenta in der Sparte seine Profitabilität verbessern: „Wir haben bei den meisten Nutzpflanzen eine wettbewerbsfähige und nachhaltige Position, sind aber offen dafür, in bestimmten Bereichen die Möglichkeit eines Joint Venture, einer Akquisition oder einer Veräußerung in Erwägung zu ziehen“, so Ramsay weiter.

Preiserhöhungen in den GUS-Staaten

Im abgelaufenen Quartal zeigt sich je nach Region eine uneinheitliche Entwicklung. So verbucht Syngenta in der Region Europa, Afrika und Mittleren Osten ein Umsatzplus zu konstanten Wechselkursen von 6 Prozent, mit Währungsschwankungen, also effektiv, ergibt sich allerdings ein Minus von 4 Prozent. So wurden in den GUS-Staaten deutliche Preiserhöhungen umgesetzt; dort lief auch das Geschäft mit Sonnenblumensaatgut und selektiven Herbiziden rund.

Geringer Schädlingsdruck in Lateinamerika

In Nordamerika ging der Umsatz wechselkursbereinigt um 2 Prozent und effektiv um 3 Prozent zurück. Während der Absatz von Maissaatgut stieg, ging der Umsatz mit Pflanzenschutzmitteln, vor allem mit Glyphosat, zurück. In Lateinamerika muss Syngenta einen Umsatzrückgang von 12 Prozent - zu konstanten Wechselkursen um 19 Prozent - verschmerzen. Hintergrund sind Restriktionen in der Kreditvergabe in Brasilien sowie ein geringer Schädlingsdruck, der das Geschäft mit Insektiziden belastete.
In Asien/Pazifik schlägt ein Umsatzminus von 10 Prozent (effektiv minus 14 Prozent) zu Buche. Hier macht sich das Wetterphänomen El Nino bemerkbar, unter dem mehrere Länder in der Region leiden. (pio)
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