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Der Schweizer Agrarkonzern Syngenta, Basel, setzt im Geschäftsbereich Saatgut künftig auf gentechnisch veränderte (GV-)Maissorten, die zum Beispiel mehrere Resistenzeigenschaften haben oder deren Inhaltsstoffe verändert wurden. Ab 2008 will Syngenta ein komplettes Angebot von Maissorten mit so genannten "Input-Traits" anbieten, die beispielsweise drei Resistenzmerkmale (Triple-Stack-Sorten) kombinieren, teilte das Unternehmen heute anlässlich der Jahresbilanzpressekonferenz in London mit. In diesem Jahr hat Syngenta bereits in den USA die Zulassung für eine Double-Stack-Maissorte mit Glyphosat- und Maiszünsler-Resistenz erhalten. Darüber hinaus soll 2008 auch eine Maissorte mit einer höheren Amylaseaktivität zur effizienteren Bioethanolproduktion auf den Markt kommen. Im Geschäftsbereich Pflanzenschutz stehen auch neue Fungizide und ein selektives Maisherbizid in der Entwicklung.

Den Umsatz für das vergangene Geschäftsjahr weist Syngenta bei konstanten Wechselkursen nahezu unverändert mit 8,1 Mrd. US-$ aus. Im Pflanzenschutz wurde mit knapp 6,4 Mrd. US-$ ein Plus von 1 Prozent erzielt, wobei der rückläufige Absatz von Pflanzenschutzmitteln in Westeuropa durch Zuwächse in Osteuropa, Nordamerika und in Asien ausgeglichen werden konnte. Der Geschäftsbereich Saatgut war insgesamt mit gut 1,7 Mrd. US-$ um 3 Prozent rückläufig, wobei die Zuwächse im Verkauf von Feldsaaten sowie Gemüse und Blumen die Rückgänge bei Mais und Soja mildern konnten. (AW)

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