Übernahmegespräche

Syngenta bleibt stur


Die Monsanto Company, St. Louis, hat am Sonntag das Angebot für Verhandlungen über eine Übernahme der Syngenta AG, Basel, erneuert. Unverändert ist der gebotene Kaufpreis von 45 Mrd. US-$. Neues Element ist, dass Monsanto an Syngenta eine Gebühr von 2 Mrd. US-$ zahlen würde, falls die Wettbewerbsbehörden dem Deal nicht zustimmen.

Das Angebot von Monsanto weist Syngenta heute umgehend zurück. Die Gebühr, die Monsanto zahlen wolle, falls der Deal von den Kartellbehörden abgelehnt würde, sei „vollständig unangemessen“, schreiben Michel Demaré, Vorsitzender des Verwaltungsrates, und Mike Mack, CEO von Syngenta, in einer gemeinsamen Stellungnahme. In der vorigen Woche hatten Nachrichtenagenturen berichtet, dass sich Syngenta für diesen Fall eine Entschädigung von 4,5 Mrd. US-$ vorstellt. Die Führungsspitze des Baseler Konzerns fürchtet insbesondere, dass eine angekündigte Übernahme, wenn sie nicht vollzogen wird, den Wert von Syngenta schädigen würde.

Zu niedrig sei nach wie vor der gebotene Kaufpreis, heißt es in Basel weiter. Dagegen würde Monsanto weiterhin die regulatorischen Risiken unterschätzen, argumentieren Demaré und Mack. Die von Monsanto geplante Abspaltung des Saatgutgeschäftes könnte möglicherweise nicht ausreichen, um den Ansprüchen der Kartellbehörden zu genügen.

Hugh Grant, CEO von Monsanto, äußerte sich dagegen am Sonntag enttäuscht darüber, dass Syngenta nicht in „substanzielle Diskussionen“ über den Nutzen des Zusammenschlusses eingetreten sei. (db)
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