Für Syngenta haben wichtige Kartellbehörden Klarheit geschaffen.
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Für Syngenta haben wichtige Kartellbehörden Klarheit geschaffen.

„Die Unternehmen sind auf unsere Bedenken eingegangen“, erklärte EU-Wettbewerbskommissarin Margrethe Vestager. Vor allem ging es um Adama, die israelische Tochter von ChemChina, die auf dem europäischen Markt Generika anbietet. Adama muss sich von einem wesentlichen Teil des Geschäfts mit Wachstumsreglern für Getreide verabschieden. Hinzu kommen Fungizide, Herbizide, Insektizide und Saatgutbehandlungsmittel von Adama für Getreide, Mais, Raps und Zuckerrüben. Auch 29 in der Entwicklung befindliche Generika sollen abgestoßen werden, damit der Käufer ein ernstzunehmender Wettbewerber bleibt.

Syngenta muss sich unter anderem von Herbiziden für Getreide, Gemüse und Sonnenblumen trennen. Diesmal ging es bei der Fusionskontrolle weniger um die Innovation, zog Verstager den Vergleich zu dem kürzlich genehmigten Zusammenschluss von Du Pont und Dow. Diesmal wurden bereits eingeführte Produkte auf dem Markt geprüft.

In den USA muss Adama drei Wirkstoffe abgeben

Am Dienstag hat bereits die US Federal Trade Commission (FTC) grünes Licht gegeben. Sie stellt ebenfalls Bedingungen. In den USA hat die FTC eine mögliche Einschränkung des Wettbewerbs bei drei Pflanzenschutzwirkstoffen gefunden, die jeweils von Syngenta und der ChemChina-Tochter Adama vertrieben werden. Betroffen sind der Herbizid-Wirkstoff  Paraquat, der Insektizid-Wirkstoff Abamectin, der in Zitrusfrüchten und Nussbäumen verwendet wird, sowie der Fungizid-Wirkstoff Chlorthalonil, der in den USA hauptsächlich in Erdnüssen und Kartoffeln zum Einsatz kommt. Dazu gab es laut FTC die Einigung, dass ChemChina alle von Adama vertriebenen Produkte mir den drei Wirkstoffen an die kalifornische Agrochemiefirma Amvac verkauft. (Mö/db)
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