Syngenta gibt Biotech-Forschung in Großbritannien auf

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Die Syngenta AG, Basel, gibt ihre Forschung zu gentechnisch veränderten (GV-)Kulturen in Großbritannien auf und will sie aus Effizienz-Gründen nach North Carolina in die USA verlagern. Das Forschungszentrum im britischen Jealott’s Hill in der Nähe von London wird künftig nur noch nach konventionellen Pflanzenschutzmitteln forschen. Syngenta will zum einen damit ihre Forschung und Entwicklung effizienter machen. Zum anderen sollen Biotech-Produkte auch dort erforscht und entwickelt werden, wo sowohl das "Geschäfts- als auch das Zulassungsklima für solche Produkte deutlich besser ist". Denn in Großbritannien hat die Regierung zwar Anbaugenehmigungen versprochen, bislang wurden die Entscheidungen jedoch immer wieder verzögert, kritisiert Syngenta. Dieser Schritt sei aber kein Ausstieg aus der Biotechnologie, bekräftigte ein Syngenta-Sprecher, sondern eine lange geplante Fokussierung der weltweiten Forschung.

Damit kehrt einer der letzten Konzerne dem Standort Großbritannien in punkto Biotechnologie den Rücken. Zuvor hatten schon Monsanto, DuPont und auch Bayer Cropscience ihre Biotechnologie-Aktivitäten dort aufgegeben. Innerhalb Europas gibt es jetzt lediglich in Spanien noch nennenswerte Feldversuche mit Bt-Mais. (AW)

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