Der Schweizer Agrarkonzern Syngenta verbucht für das vergangene Geschäftsjahr ein Plus sowohl im Pflanzenschutz- als auch im Saatgutgeschäft. Die Integration der beiden Geschäftsbereiche zahlt sich aus. Der Umsatz kletterte 2011 bei konstanten Wechselkursen um 12 Prozent auf 13,3 Mrd. US-$, teilte das Unternehmen heute mit. Den Reingewinn beziffert Syngenta auf 1,6 (Vorjahr: 1,4) Mrd.US-$. Mit dem Verkauf an Pflanzenschutzmitteln erzielte Syngenta 10,2 Mrd. US-$, ein Plus von 12 Prozent. Den Zuwachs führt das Unternehmen auf eine gute Nachfrage in Lateinamerika und starke Wachstumsimpulse in Nordamerika zurück. In der Region Europa, Afrika und Mittlerer Osten verbuchte das Unternehmen starke Wachstumsraten, allen voran in den Schwellenmärkten. In den GUS-Staaten stieg der Umsatz um mehr als 50 Prozent an. Der Saatgutumsatz ist um 12 Prozent auf 3,2 Mrd. US-$ gewachsen. Vor allem der Absatz von verschiedenen Feldsaaten (plus 29 Prozent) sowie Mais- und Sojasaatgut (plus 14 Prozent) habe zugelegt. 

Mit Integration der Geschäftsbereiche Crop Protection und Seeds zeigt sich Syngenta zufrieden. Die Anfang 2011 begonnene Zusammenführung von Vertrieb und Beratung für Pflanzenschutz und Saatgut sei schneller vorangeschritten als erwartet, so das Unternehmen. Durch das integrierte Geschäftsmodell seien 2011 Effizienzgewinne in Höhe von 112 Mio. US-$ erzielt worden. Bis 2015 will Syngenta laut eigenem Bekunden weitere Einsparungen in Höhe von 650 Mio. US-$ realisieren, von denen ein Großteil auf Vertriebs- und Verwaltungskosten entfalle. 2012 erwartet Syngenta ein "nachhaltiges Umsatzwachstum und den Gewinn weiterer Marktanteile". Syngenta-Chef Mike Mack zeigte sich zuversichtlich, dass in einem expandierenden Marktumfeld eine "überdurchschnittliche Entwicklung" erzielt werden könne. (sch)   
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