Neunmonatszahlen

Syngenta leidet unter starkem Dollar


Die Syngenta AG, Basel, hat ein schwaches Quartal hinter sich. Der Umsatz ist im Vergleich zum 3. Quartal 2014 um 12 Prozent auf 2,6 Mrd. US-$ zurückgegangen. In den ersten neun Monaten 2015 summiert sich der Umsatz auf 10,3 Mrd. US-$. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum bedeutet dies einen Rückgang um 11 Prozent. Wechselkursbereinigt errechnet sich für die neun Monate noch ein Plus von 2 Prozent. Der Währungseinfluss macht sich wegen der anhaltenden Stärke des US-Dollars, in dem das Schweizer Unternehmen bilanziert, besonders auch im Europageschäft bemerkbar, in dem Syngenta traditionell den größten Umsatz erzielt.

Lateinamerika unter Erwartungen

Mike Mack, Chief Executive Officer (CEO) von Syngenta räumte ein, dass nach dem schwachen Abschneiden im 3. Quartal in Lateinamerika absehbar sei, dass sich dort 2015 die ursprünglichen Erwartungen nicht erfüllen ließen. Als Gründe nannte der Syngenta-Chef heute bei Bekanntgabe der Neunmonatszahlen die Schwankungen der brasilianischen Währung und die schwierigen Kreditbedingungen in der Region.

Mit dem Europageschäft zeigte sich Mack dagegen zufrieden. Währungsbereinigt sei der Umsatz im Vergleich zum starken Quartal 2014 fast unverändert geblieben, und dies trotz der trockenen Bedingungen während des Sommers. Das Unternehmen nennt besondere Erfolge mit Beizmitteln sowie im Saatgutgeschäft mit Getreide.

Für das Gesamtjahr rechnet Mack „zu konstanten Wechselkursen mit einem Umsatz etwa in Höhe des Vorjahres und einem zweistelligen Anstieg des Ebitda“. Wechselkursbereinigt wird es jedoch wegen des anhaltend starken Dollar beim ausgewiesenen Ebitda „ein Minus im mittleren einstelligen Bereich“ geben, so Mack weiter. Zusätzliche Einnahmen aus einer Lizenzvereinbarung verhindern ein deutlicheres Absinken.

Zusammenarbeit mit KWS und Limagrain verlängert

Syngenta hat dazu bekannt gegeben, dass die Lizenzzusammenarbeit mit KWS und Limagrain und deren Joint Ventures AgReliant und Genective verlängert worden sei. Die neue Vereinbarung wurde für 20 Jahre abgeschlossen und umfasst das Geschäft von AgReliant in Nordamerika und die Aktivitäten der beiden Unternehmen außerhalb von Nordamerika. Die Vereinbarung sieht vor, dass Syngenta weltweit die Rechte an ihren aktuellen und zukünftigen gentechnisch veränderten Eigenschaften (Traits) zur Verfügung stellt. Syngenta erhält dafür nach eigenen Angaben eine Vorauszahlung von 200 Mio. US-$. Wenn anschließend Sorten zugelassen werden, fallen außerdem Lizenzeinnahmen bei Saatgutverkäufen an. (db)
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