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Von der weltweiten Schwächephase auf dem Markt für Pflanzenschutzmittel blieb die Syngenta AG, Basel, nicht verschont. Auf Basis der tatsächlichen Währungsschwankungen ging der Umsatz von Syngenta in 2000 um zwei Prozent auf 6,8 Mrd. US-$ zurück. Der Gewinn vor Steuern des Unternehmens, das im November 2000 nach der Fusion der Pflanzenschutzmittelsparten von Novartis und Zeneca gegründet und börsennotiert wurde, erhöhte sich um 19 Prozent auf 450 Mio. US-$, gab das Unternehmen gestern in London bekannt. Vor allem die feuchte Witterung im Herbst in Europa sowie der kalte Winter in Teilen der USA reduzierten den Gesamtumsatz bei Pflanzenschutzmitteln um vier Prozent. Insgesamt entfallen 86 Prozent des Umsatzes von Syngenta auf diese Sparte.
Unter Einberechnung der Währungseinflüsse konnte der Umsatz mit Saatgut nur um ein Prozent erhöht werden. Gegenüber dem Handelsblatt schloss Verwaltungsratspräsident Heinz Imhof Übernahmen im Saatgut-Bereich nicht aus. Seiner Ansicht nach stehe der Saatgutanbieter Advanta bald zum Verkauf, den sich Syngenta genau ansehen wolle. Nach Bekanntgabe der Geschäftszahlen kam es an den Börsen zu einem Kursrückgang um mehr als 8 Prozent auf rund 88 sfr. Damit nähert sich die aktuelle Notierung dem Ausgabekurs von 85 sfr. (da)
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