Sparprogramm

Syngenta plant Stellenabbau


Unter dem Titel „Accelerating Operational Leverage“ ergreift die Syngenta AG, Basel, ein Maßnahmenpaket. Es konzentriert sich hauptsächlich auf die drei Bereiche Vertrieb, Forschung und Entwicklung (F&E) sowie Global Operations. Bereits 2015 sollen zahlreiche Stellen im gesamten Unternehmen abgebaut oder verlagert werden. Im gesamten Zeitraum bis 2018 sind nach Syngenta-Angaben rund 1.800 Stellen betroffen.

Unzufrieden mit dem Ergebnis

Integrierter Ansatz
Die Syngenta International AG, Basel, hat 2013 einen Umsatz von 14,7 Mrd. US-$ erzielt. Dazu beigetragen haben rund 28.000 Mitarbeiter in mehr als 90 Ländern. Das Unternehmen ist ein global führender Anbieter von Pflanzenschutzmitteln und Saatgut. Seit dem Jahr 2011 werden beide Aktivitäten in einem auf Nutzpflanzen ausgerichteten Marketingansatz integriert. (db)
Syngenta ist schon seit längerem mit dem Finanzergebnis unzufrieden. Zuletzt hat der Syngenta-Vorstandsvorsitzende Mike Mack bei der Bekanntgabe der Neunmonatszahlen angekündigt, den Fokus auf die Verbesserung der Profitabilität zu legen. Jetzt macht der Konzern ernst.

Vertrieb wird gestrafft

Im Vertrieb kündigt der Vorstand eine „vereinfachte Marketingstruktur“ an. Die 2011 eingeleitete Integration von Pflanzenschutz und Saatgut sei erfolgreich abgeschlossen. Durch die neue kommerzielle Struktur verspricht Syngenta sich bereits im kommenden Jahr 2015 Einsparungen von 115 Mio. US-$.

Konsolidierung von Standorten

In der Forschung und Entwicklung kündigt der Baseler Konzern die „Konsolidierung von Standorten“ an. Synergien zwischen der chemischen und genetischen F&E sollen besser genutzt werden. Hier sind 2015 Kostensenkungen von 50 Mio. US-$ anvisiert. Schließlich ist im Bereich „Global Operations“ ein Abbau der Fixkosten vorgesehen. Zudem strebt Syngenta Einsparungen in der Beschaffung und Produktion an. Ein effizienteres weltweites Logistikmodell sei mit umfangreichen Auslagerungen verbunden. Schließlich seien im Bereich Seeds Effizienzmaßnahmen in den Bereichen Feldproduktion und Verarbeitung geplant. Hier sollen bereits 2015 rund 100 Mio. US-$ eingespart werden. (db)
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