Volatile Märkte

Syngenta rechnet mit Stagnation


Der Ausblick auf das Jahr 2015 fällt verhalten aus. Angesichts volatiler Wechselkurse und Agrarpreise kündigte Syngenta-Vorstandschef Mike Mack an, „den Erfolgskurs des rigorosen Risikomanagements“ fortzusetzen. Den Umsatz zu stabilen Wechselkursen erwartet Syngenta unverändert zum Geschäftsjahr 2014, wie der Konzern heute bei Vorstellung der Bilanz bekanntgab. Währungsabwertungen in Schwellenländern sollen durch Preiserhöhungen aufgefangen werden. Für 2016 kalkuliert der Konzern damit, dass geringere Rohstoffpreise die Kostensteigerungen in Folge der kurzfristigen Aufwertung des Schweizer Franken auffangen werden.

Konzernumsatz nach Regionen
 2014 in Mio. US-$
 2013 in Mio. US-$
Europa, Afrika, Mittlerer Osten
 4.547 4.223
Nordamerika 3.582 3.848
Lateinamerika
 4.279 3.991
Asien/Pazifik 2.033 1.935
Für das Geschäftsjahr 2014 weist Syngenta einen Konzernumsatz zu stabilen Wechselkursen von 15,1 (Vorjahr: 14,7) Mrd. US-$ aus. Der Reingewinn sinkt um 2 Prozent gegenüber Vorjahr auf 1,62 Mrd. US-$. Das Betriebsergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen Ebitda weist Syngenta mit 2,93 (2,89) Mrd. US-$ aus, die Ebitda-Marge geht auf 19,3 Prozent zurück, nach noch 19,7 Prozent im Vorjahr. Hier schlugen negative Währungseinflüsse in Höhe von 90 Mio. US-$ zu Buche, Preiserhöhungen in den GUS-Staaten einberechnet.

Kälte in den USA lässt Umsatz bröckeln

In Europa, Afrika und dem Mittleren Osten, in Lateinamerika und der Region Asien/Pazifik steigerte Syngenta den Umsatz gegenüber Vorjahr (siehe Übersicht). In Nordamerika dagegen steht ein Minus. Dort verzögerte anhaltende Kälte in der ersten Jahreshälfte in den USA den Saisonbeginn; zudem fiel dadurch der Schädlingsdruck geringer aus. Auch ging der Umsatz mit nicht selektiven Herbiziden in der Region zurück, da Syngenta bewusst den Absatz von Glyphosat reduziert hat.

In der Region Europa und dem Mittleren Osten profitierte Syngenta vor allem von einem wachsenden Geschäft mit Hybridgerste sowie von einer hohen Nachfrage nach Pflanzenschutzprodukten. In den GUS-Staaten sei sowohl im Bereich Pflanzenschutz als auch Saatgut ein „gesundes Absatzwachstum“ zu verzeichnen.

In Lateinamerika stieg der Umsatz mit Pflanzenschutzmitteln trotz Verzögerungen bei der Aussaat in Folge von Niederschlägen. Das in Brasilien neu eingeführte Fungizid Elatus erreichte Umsätze von mehr als 300 Mio. US-$. In dem Land profitierte Syngenta zudem vom Raupenbefall bei Mais, Soja und Baumwolle, der die Nachfrage nach Insektiziden in die Höhe getrieben hatte. Für Asien/Pazifik vermeldet Syngenta unter anderem ein wachsendes Fungizid-Geschäft in China. (pio)
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