Gegen Septoria und Rost
Solatenol gehört zur Gruppe der Carboxamid-Wirkstoffe, die auch als SDHI bezeichnet werden. Syngenta bietet bereits Isopyrazam als Bestandteil von Fungiziden für Getreide und Raps. Solatenol soll eine „beispiellose“ Wirkung gegen Septoria- und Rosterkrankungen zeigen, wirbt der Hersteller für den Wirkstoff. (db)
Die Syngenta AG, Basel, hat von den EU-Behörden die Zulassung für den Wirkstoff Solatenol erhalten. Der Hersteller kündigt neue Produkte für den europäischen Getreidemarkt an. Erste Umsätze werden in Frankreich für die Saison 2016/2017 erwartet. In Deutschland läuft ebenfalls das Zulassungsverfahren. Hier hofft Syngenta auf eine Markteinführung im kommenden Jahr, teilte die deutsche Tochter auf Anfrage von agrarzeitung.de mit. Das maximale Umsatzpotential in Europa schätzt Syngenta auf 200 Mio. US-$.

Der Wirkstoff steht den Landwirten in Lateinamerika bereits als Elatus zur Verfügung. Es handelt sich um ein Fungizid im Sojaanbau, das in Brasilien im ersten Jahr der Vermarktung nach Syngenta-Angaben einen Umsatz von 300 Mio. US-$ erzielt hat. Im Jahr 2015 wurde der Wirkstoff zudem in den USA und Kanada zugelassen. In Nordamerika erwartet das Unternehmen erste Umsätze in der Saison 2016. In den USA sind Produkte mit Solatenol für eine Vielzahl von Nutzpflanzen wie Mais, Soja, Weizen, Erdnüsse, Kartoffeln und Gemüse geplant. (db/SB)
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