Übernahmepläne

Syngenta und ChemChina kurz vor dem Ziel

ChemChina und Syngenta haben am Mittwoch bekanntgegeben, dass sie die Genehmigung des Handelsministeriums der Volksrepublik China für die geplante Übernahme von Syngenta durch ChemChina erhalten haben. Bereits am Montag hat die mexikanische Wettbewerbsbehörde zugestimmt.

Drei fehlen noch
Seit gut einem Jahr ist bekannt, dass ChemChina Syngenta kaufen will. Ursprünglich sollte nach den Plänen der Unternehmen die Übernahme für einen Betrag von 43 Mrd. U-$ schon Ende 2016 über die Bühne gegangen sein. Doch die Kartellbehörden prüfen intensiv. Genehmigungen der Wettbewerbsaufsicht aus Brasilien, Kanada und Indien fehlen noch. (db)
Jetzt stehen noch drei Entscheidungen aus (siehe Kasten). Den Abschluss der Transaktion erwarten beide Unternehmen noch im 2. Quartal 2017. Mit einigen Auflagen haben die EU-Kommission und die US-Wettbewerbsbehörde in der vorigen Woche die Übernahme von Syngenta durch ChemChina genehmigt. Die Unternehmen müssen sich von Wirkstoffen trennen, bei denen der Wettbewerb zu stark eingeschränkt wäre. Vor allem Adama-Produkte sind betroffen. Der Käufer des Paketes, das in Europa frei wird, ist allerdings noch nicht bekannt gegeben worden.

Die globale Agrarchemiebranche wird zurzeit durch geplante Übernahmen und Fusionen kräftig durcheinander geschüttelt. Beim anstehenden Zusammenschluss von Dow und DuPont führen Kartellauflagen dazu, dass der US-Konzern FMC mit der europäischen Tochter Cheminova deutlich an Gewicht zulegt. Spannend wird es auch, wenn sich Kartellbehörden zur geplanten Übernahme von Monsanto durch Bayer äußern. (db)
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